Case Study – 7orca FX Structuring.
Fallbeispiel eines institutionellen Immobilienmanagers.
 

Die Herausforderung des Kunden.

 

Der Kunde, ein institutioneller Immobilienmanager, verwaltete ein global investiertes Immobilienportfolio mit signifikantem Investitionsschwerpunkt im Vereinigten Königreich und war damit insbesondere einem fortlaufenden GBP/EUR-Währungsrisiko ausgesetzt.

Das Fremdwährungsrisiko wurde zunächst im eigenen Haus gesteuert: In einer ersten Phase erfolgte eine statische Absicherung über klassische Devisentermingeschäfte (FX Forwards), später wurde auf den Erwerb von GBP-Put-Optionen umgestellt, um an einer möglichen GBP-Aufwertung teilzuhaben.

Beide Ansätze erwiesen sich in der konkreten Mandatssituation als nicht ausreichend tragfähig: Die Forward-Absicherung belastete durch die negative Zinsdifferenz zwischen GBP und EUR die Performance laufend und band bei GBP-Aufwertungen erhebliche Liquidität. Die Put-Options-Strategie war durch die laufenden Prämien ebenfalls kostenintensiv.

Vor diesem Hintergrund bestand seitens der Investoren die Erwartung, das FX Overlay künftig einem spezialisierten, professionellen Manager zu übertragen.

Die Lösung von 7orca.

 

Im Rahmen des FX Structuring unterzog 7orca die bislang genutzten Sicherungsstrategien einer strukturierten Vergleichsanalyse und ergänzte diese um eine weitere Alternative: den Zero Cost Collar, eine Kombination aus dem Kauf einer GBP-Put-Option und dem Verkauf einer GBP-Call-Option, deren Prämie die Kosten der Put-Option weitgehend oder vollständig kompensiert.

Auf Basis historischer Daten wurden vier Varianten hinsichtlich Wirkung, Vor- und Nachteilen sowie Liquiditätsbedarf gegenübergestellt. Der Liquiditätsbedarf wurde zusätzlich anhand der GBP-Stressphase 2014/2015 untersucht, in der das britische Pfund gegenüber dem Euro um rund 15 % aufwertete.

Strategie (Wertentwicklung)Vorteile (+) / Nachteile (–)   Liquiditätsbedarf 
Ungesichert
(−3,6 %)

+ Kein Aufwand, volle Teilhabe an Aufwertung

– Volle Teilhabe an Abwertung

– Risiko ungesteuert

Entfällt
Forward
(−13,1 %)

+ Vollschutz vor Abwertung, Kurs fixiert, effizient

– Keine Teilhabe an Aufwertung

– negative Zinsdifferenz belastet laufend

Einmalige Prämie bei Abschluss

(Stresstest: geringster Bedarf)

Put-Option 
(−13,5 %)

+ Schutz ab Strike, volle Teilhabe an Aufwertung

– Prämie ggf. hoch bei hoher Volatilität

Einmalige Prämie bei Abschluss

(Stresstest: geringster Bedarf in Höhe der Optionsprämie)

Zero Cost Collar
(−6,2 %)

+ Definiertes Niveau

+ kaum Nettoprämie

+ Teilhabe bis Call-Strike

– Restrisiko bis Put-Strike

– Aufwertung begrenzt, operativ komplexer

Ggf. Margin aus Short Call

(Stresstest: ca. 10 %)

 

Auf dieser Grundlage entwickelte 7orca für den Kunden eine Sicherungsstrategie nach dem Zero-Cost-Collar-Ansatz, die einen ausgewogenen Ausgleich zwischen Absicherungswirkung, Kosten und Liquiditätsbedarf bietet. 7orca begleitet die Strategie laufend im Rahmen von Beratung und Strukturierung, Implementierung und Ausführung sowie Monitoring und Reporting.

Abbildung: Kombinierte Performance

 

Quelle: 7orca - eigene Darstellungen und Berechnungen

Kundennutzen.

 

Der Nutzen für den Kunden lag nicht allein in der Auswahl einer einzelnen Sicherungsstruktur. Entscheidend war die Überführung unterschiedlicher Absicherungsansätze in eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage, die Sicherungswirkung, Kosten, Liquiditätsbedarf und operative Umsetzbarkeit systematisch zusammenführte.

  • Deutlich begrenzteres und besser kontrollierbares Währungsergebnis gegenüber den zuvor intern gesteuerten Ansätzen. 

  • Signifikant geringerer Liquiditätsbedarf in Stressphasen als bei der bisherigen statischen Absicherung. 

  • Nachvollziehbare, historisch fundierte Entscheidungsgrundlage anstelle einer überwiegend subjektiven Strategieentscheidung. 

  • Gemeinsame Erarbeitung einer individuell auf den Kunden zugeschnittenen FX Sicherungsstrategie in enger Abstimmung mit einem spezialisierten Manager.

  • Erfüllung der Investorenanforderung nach professioneller, unabhängiger Steuerung des Währungsrisikos.

 

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