Sicherungsstrategien vergleichen.
Zielstruktur entwickeln.
Die nachfolgende Case Study im Bereich 7orca FX Structuring zeigt einen anonymisierten Kundenfall eines institutionellen Immobilienmanagers mit einem global investierten Immobilienportfolio und signifikantem Investitionsschwerpunkt im Vereinigten Königreich. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich Absicherungswirkung, Kosten und Liquiditätsbedarf einer GBP/EUR-Sicherung strukturiert gegeneinander abwägen lassen. 7orca verglich die bislang eingesetzten Sicherungsansätze mit weiteren Varianten und entwickelte auf dieser Grundlage eine individuell abgestimmte Sicherungsstrategie nach dem Zero-Cost-Collar-Ansatz.

Ausgangslage.
Bestehende Sicherungsansätze mit Kosten- & Liquiditätsbelastung.
Ein institutioneller Immobilienmanager verwaltete ein global investiertes Immobilienportfolio mit signifikantem Investitionsschwerpunkt im Vereinigten Königreich und war damit insbesondere einem fortlaufenden GBP/EUR-Währungsrisiko ausgesetzt.
Das Währungsrisiko wurde zunächst intern gesteuert. In einer ersten Phase erfolgte eine statische Absicherung über Devisentermingeschäfte. Später wurden GBP-Put-Optionen eingesetzt, um neben dem Schutz vor einer Abwertung des britischen Pfunds an einer möglichen Aufwertung teilzuhaben.
Beide Ansätze waren mit wesentlichen Zielkonflikten verbunden. Die Forward-Absicherung belastete durch die negative Zinsdifferenz zwischen GBP und EUR die Performance laufend und konnte bei einer GBP-Aufwertung erheblichen Liquiditätsbedarf verursachen. Die Put-Optionsstrategie ermöglichte die Aufwärtspartizipation, war jedoch mit laufenden Prämienkosten verbunden.
Vor diesem Hintergrund bestand die Anforderung, die bestehende Sicherungspraxis neu zu bewerten und das FX Overlay künftig einem spezialisierten Währungsmanager zu übertragen.
7orca Vorgehen.
Vier Sicherungsvarianten vergleichbar machen.
7orca stellte auf Basis historischer Daten vier Sicherungsvarianten gegenüber.
- Ungesicherte Position
- Forward
- GBP-Put-Option
- Zero Cost Collar
Bewertet wurden Absicherungswirkung, Vor- und Nachteile sowie Liquiditätsbedarf. Zusätzlich untersuchte 7orca den Liquiditätsbedarf anhand der GBP-Stressphase 2014/2015, in der das britische Pfund gegenüber dem Euro um rund 15 % aufwertete.
Die Analyse machte die unterschiedlichen Zielkonflikte transparent. Die Forward-Absicherung bot einen vollständigen Schutz vor einer Abwertung, schloss jedoch die Teilhabe an einer Aufwertung aus und wies im betrachteten Stresstest den höchsten Liquiditätsbedarf auf. Die Put-Option verband Schutz mit vollständiger Aufwärtspartizipation, erforderte jedoch eine Optionsprämie und zeigte im Stresstest den geringsten Liquiditätsbedarf.
Der Zero Cost Collar kombiniert den Kauf einer GBP-Put-Option mit dem Verkauf einer GBP-Call-Option. Die Prämie aus dem verkauften Call reduziert die Kosten der Put-Option. Gleichzeitig bleibt eine Aufwärtspartizipation bis zum Call-Strike erhalten. Dem stehen ein Restrisiko bis zum Put-Strike, eine begrenzte weitere Aufwärtspartizipation sowie möglicher Marginbedarf aus dem Short Call gegenüber.
Auf dieser Grundlage entwickelte 7orca für den Kunden eine Sicherungsstrategie nach dem Zero-Cost-Collar-Ansatz, die Absicherungswirkung, Kosten und Liquiditätsbedarf in einer abgestimmten Struktur zusammenführt.
Kundennutzen.
Entscheidungsgrundlage. Liquiditätsprofil. Laufende Begleitung.
Der Nutzen lag nicht allein in der Auswahl einer einzelnen Sicherungsstruktur. Die unterschiedlichen Absicherungsansätze wurden in eine nachvollziehbare und historisch fundierte Entscheidungsgrundlage überführt, in der Absicherungswirkung, Kosten, Liquiditätsbedarf und operative Umsetzbarkeit gemeinsam betrachtet werden.
Gegenüber der zuvor eingesetzten statischen Forward-Absicherung zeigte der Zero Cost Collar im betrachteten Stressszenario einen geringeren Liquiditätsbedarf. Gleichzeitig wurden die mit der Struktur verbundenen Begrenzungen und Zielkonflikte – insbesondere hinsichtlich Aufwärtspartizipation, Restrisiko und möglichem Marginbedarf – transparent berücksichtigt.
7orca begleitet die Strategie laufend im Rahmen von Beratung und Strukturierung, Implementierung und Ausführung sowie Monitoring und Reporting. Damit wird zugleich die Anforderung der Investoren adressiert, das Währungsrisiko durch einen spezialisierten und unabhängigen Manager steuern zu lassen.
Case Study anzeigen. Details erfahren.
Die vollständige Case Study steht als PDF und online zur Verfügung.
PDF herunterladen Online gesamten Text anzeigen FX Structuring - mehr erfahren
Sven O. Müller
Head of Relationship Management
| Telefon: | +49 40 33 460 4613 |
| E-Mail: | sven.mueller@7orca.com |
