Case Study - 7orca Private Markets.

Berichtswährung prüfen,
Währungsrisiko analysieren.

Die nachfolgende Case Study im Bereich 7orca Private Markets zeigt an einem anonymisierten Kundenfall eines institutionellen Investors, warum die Bestimmung des ökonomischen Währungsrisikos die Voraussetzung für eine wirksame und effiziente Absicherung ist. Im Mittelpunkt steht eine Frage, die sich jedem Investor mit Private Markets Investments und bestehendem FX Overlay stellt: Sichert das Overlay die Währungsrisiken ab, die das Portfolio tatsächlich trägt – oder die Währungen, in denen die Fonds abrechnen? Aufgabe von 7orca war es, das ökonomische Währungsrisiko des Private-Markets-Portfolios zu bestimmen, einen wiederkehrenden Prozess für dessen Ermittlung zu etablieren und die relevanten Währungspositionen dauerhaft in das bestehende FX Overlay des Investors zu integrieren. 

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Private Markets – Bestimmung des ökonomischen FX Exposures.

Ausgangslage.

Berichtswährung bildet das Währungsrisiko nur teilweise ab.

 

Das global diversifizierte Private-Markets-Portfolio eines institutionellen Investors umfasst Investments in Private Equity, Private Debt, Infrastruktur und Immobilien. Die Investments verteilen sich auf zahlreiche Zielfonds und Beteiligungsstrukturen mit unterschiedlichen Berichtswährungen.

Auf Basis der ausgewiesenen Fonds- und Anteilsklassenwährungen schien das Währungsrisiko vor allem durch Euro und US-Dollar geprägt zu sein. Die zugrunde liegenden Unternehmen und Projekte sind jedoch über unterschiedliche Währungsräume verteilt. Die Berichtswährung eines Fonds beschreibt, in welcher Währung er geführt und abgerechnet wird – nicht, welchen Währungsrisiken die Investments tatsächlich ausgesetzt sind.

Die Aufgabe von 7orca: das ökonomische Währungsrisiko des Portfolios bestimmen, einen wiederkehrenden Prozess für dessen Ermittlung etablieren und die relevanten Währungspositionen in das bestehende FX Overlay des Investors integrieren.

 

 


 

7orca Vorgehen.

FX Exposure Management mit FX Look Through.

 

Eine Betrachtung der Fonds- oder Anteilsklassenwährungen greift zu kurz. Eine Durchschau auf die zugrunde liegenden Investments schafft die Basis für die Bestimmung des ökonomischen Währungsrisikos. Zusätzlich sind Finanzierungs- und Absicherungsstrukturen zu berücksichtigen: Eine Finanzierung in lokaler Währung kann als Natural Hedge wirken, und Fondsmanager sichern Währungsrisiken im Rahmen ihrer Hedging Policy teilweise bereits auf Fondsebene ab.

7orca bindet die Asset-Manager der Zielfonds an und erhebt die für die Exposure-Ermittlung erforderlichen Informationen. Datenformate, Lieferfrequenzen und Übertragungswege werden mit den Managern abgestimmt – die Grundlage für einen standardisierten, wiederkehrenden Prozess.

Die Exposure-Ermittlung folgt vier Schritten.

  • Anbindung der Asset-Manager und Erhebung der erforderlichen Daten
  • FX Look Through (FX Durchschau): Zuordnung der Marktwerte zu den Währungen der zugrunde liegenden Unternehmen und Projekte
  • Berücksichtigung risikomindernder Faktoren: Finanzierungen in lokaler Währung, bestehende Währungssicherungen auf Fondsebene
  • Aggregation der Netto-Währungspositionen auf Gesamtportfolioebene und Integration in das FX Overlay


     

 

Ergebnis.

Aus 3 sichtbaren Währungen werden 26.

 

Die Wirkung des FX Look Through zeigt sich exemplarisch an einem Private-Equity-Portfolio mit rund 70 Fonds. Auf Anteilsklassenebene erscheint das Portfolio nahezu vollständig auf Euro und US-Dollar konzentriert: 96,46 % entfallen auf EUR und USD, weitere 3,54 % auf das britische Pfund. Andere Währungsrisiken sind auf dieser Ebene nicht sichtbar.

Nach dem FX Look Through reduziert sich der Anteil von EUR und USD auf 65,51 %. Das GBP-Exposure steigt von 3,54 % auf 11,89 %. Zugleich werden zahlreiche weitere Währungen sichtbar, darunter CNY, KRW, CHF und SEK.

Drei Kennzahlen fassen den Unterschied zusammen.

  1. 96,46 % → 65,51 %: Anteil von EUR und USD vor und nach dem FX Look Through
  2. 3 → 26: sichtbare Währungen im Portfolio
  3. 22,61 %: Anteil des Portfolios in Währungen außerhalb von EUR, USD und GBP, die auf Anteilsklassenebene nicht identifizierbar waren 

Eine Absicherung allein auf Basis der Anteilsklassenwährungen hätte das EUR- und USD-Exposure überschätzt und das Exposure in weiteren Währungen unterschätzt.

 


 

Kundennutzen.

Absicherung auf der richtigen Basis, Prozess statt Einmalanalyse.

 

Das FX Overlay steuert die für den Investor relevanten ökonomischen Netto-Währungsrisiken – nicht die aus der Berichtswährung abgeleiteten Positionen. Damit werden Fehlsteuerungen vermieden, die sich aus einer Betrachtung allein auf Anteilsklassenebene ergeben würden.

Zugleich entstand eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Vorstand, Anlageausschuss und Aufsichtsgremien. Entscheidungen über Sicherungsquoten lassen sich damit methodisch begründen, dokumentieren und bei veränderten Marktbedingungen, Asset-Allokationen oder Risikobudgets aktualisieren.

Der Nutzen entfaltet sich auf drei Ebenen.

  1. Sicherungsbasis: Abgesichert wird das ökonomische Netto-Währungsrisiko des Portfolios, nicht die Berichtswährung der Fonds.
  2. Prozess: Über die etablierten Datenanlieferungs- und Aktualisierungsprozesse fließen Veränderungen der Investments regelmäßig in die Exposure-Ermittlung und in die Steuerung des FX Overlays ein.
  3. Entlastung: 7orca übernimmt Erhebung, Aufbereitung, Plausibilisierung und Verarbeitung der heterogenen Daten. Operativer Aufwand und Prozessrisiken beim Investor sinken.
     

 


 

Kein Einzelfall.

Befund aus rund 500 Private-Markets-Fonds.

 

Die im Kundenfall festgestellten Unterschiede sind kein Einzelfall. Eine von 7orca durchgeführte Analyse von rund 500 Private-Markets-Fonds von Investoren aus der DACH-Region zeigt ein vergleichbares Muster: 

  • Auf Anteilsklassenebene entfallen 99,25 % des Währungsuniversums auf EUR und USD. 
  • Nach dem FX Look Through reduziert sich ihr gemeinsamer Anteil auf 82,63 %.

Bei international investierenden Private-Markets-Fonds ist die Anteilsklassenwährung in der Regel kein hinreichender Indikator für das tatsächlich bestehende ökonomische Währungsrisiko.

 


 

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Die vollständige Case Study steht als PDF und online zur Verfügung.

 

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Sven O. Müller

Head of Relationship Management

 

 

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